Ruhrbogen Hattingen mischt um den Aufstieg mit

Das Dienstagabendspiel gewinnen die Hattinger mit 39:26 gegen den TV Dülmen. Aus eigener Kraft kann das Trompeter-Team den Klassensprung schaffen

Im zweiten Jahr spielt die noch junge Spielgemeinschaft Ruhrbogen Hattingen in der 1. Handball-Kreisklasse. Die erste Mannschaft nimmt momentan eine tolle Entwicklung und hat gute Chancen am Ende der Saison den Aufstieg in die Kreisliga zu feiern. Das Spiel am Dienstagabend gegen den TV Dülmen gewann das Team von Coach Andreas Trompeter mit 39:26 und so stehen nur noch fünf Spiele zwischen den Hattingern und dem anvisierten Klassensprung.

Erster Sieg mit neuen Trikots

Erstmals in neuen Trikots, die der Ruhrbogen Hattingen bei einem Gewinnspiel des WDR gewann, ging es für die Hattinger auf das Parkett. Ungewohnt defensivschwach, doch letztlich unterfordert holten sie den Pflichtsieg gegen den Tabellenvorletzten Dülmen ein. „Es war kein gutes Spiel, auch weil gleich vier Stammspieler gefehlt haben“, sagt Trainer Andreas Trompeter. „Wichtig war es aber zu gewinnen und das haben wir geschafft. Wir waren zu ungeduldig, zu hektisch und zu nervös, das ist aber für eine so junge Mannschaft völlig normal.“

Zwei Aufstiegsplätze für drei Anwärter

Aktuell rangieren die Hattinger auf dem zweiten Platz in der Liga, vor ihnen steht nur der DSC Wanne-Eickel. Aufstiegschancen hat ebenfalls noch Westfalia Scherlebeck. Diese drei Teams machen die beiden Aufstiegsplätze wohl unter sich aus. Mitentscheidend dürfte dabei das Aufeinandertreffen

des Ruhrbogen Hattingen und des DSC Wanne-Eickel sein, das am 21. April in der Talstraße in Hattingen stattfinden wird. „Wir müssen natürlich unsere Hausaufgaben machen, dennoch gehe ich davon aus, dass der Sieger dieses Spiels einen der ersten beiden Plätze sicher hat“, erklärt Andreas Trompeter. „Die größte Gefahr ist unsere eigene Ungeduld. Unsere Spieler sind es nicht gewohnt mit dem Druck umzugehen. Wir wissen, dass wir es aus eigener Hand schaffen können.“

Abwehr ist die Grundlage des Erfolgs

26 Gegentore fingen sich die Hattinger gegen Dülmen, dieser Wert hat für den Ruhrbogen Seltenheitswert, denn zuletzt kassierte das Team von Coach Trompeter nur selten mehr als 20 Tore. Die Abwehr ist eigentlich das Prunkstück dieser Mannschaft. „Die Jungs haben es verinnerlicht, dass es ohne eine stabile Abwehr nicht funktioniert. Wir agieren super als Mannschaft, das ist besonders wichtig, denn die Zeit der Einzelspieler ist längst vorbei.“ Die Deckung steht also im Vordergrund, und die Schüsse, die dann doch durchkommen, sind bei Torwart-Routinier Julian Vollrodt und Talent Julian Keinhorst gut aufgehoben. „Die beiden harmonieren sehr gut“, sagt Trompeter.

Trompeter traut seinem Team die Kreisliga zu

Ein großes Plus der Hattinger ist sicherlich der große Zuschauerzuspruch. Auch beim Abendspiel gegen Dülmen fanden sich wieder über 100 Zuschauer in der Halle ein. „Das freut uns natürlich sehr. Die Unterstützung tut unserer Mannschaft richtig gut“, so Trompeter, der seine Mannschaft für stark genug hält auch in der Kreisliga zu bestehen, wenn es mit dem Aufstieg klappen sollte. „Ich bin mir sicher, dass wir keine Fahrstuhlmannschaft werden würden. Die Jungs wollen sich immer weiterentwickeln und die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch. Wenn das so bleibt, mache ich mir keine Sorgen, egal in welcher Liga wir dann in der nächsten Saison spielen.“